Mittwoch, 22.05.2019 01:42 Uhr

Die "Unvollendete" - Franz Schuberts Symphonie

Verantwortlicher Autor: Juergen Rudolf Dikken-Wenzel Bad Kreuznach, 26.03.2019, 10:09 Uhr
Presse-Ressort von: Juergen Rudolf Dikken-Wenzel Bericht 5827x gelesen

Bad Kreuznach [ENA] Franz Schuberts Symphonie in h-Moll ist ein Glanzlicht der Klassik und zweifelsohne extrem beliebt. Doch warum unvollendet? Schubert hatte ganz einfach das Interesse an seinem Werk verloren. Sonstiges weiss man dazu nicht zu berichten. Rätselraten ist angesagt. Und wo man nichts genaues weiss wird Fantasie den Rest erledigen. So ist das! Das Werk beginnt mit düsteren Klängen, Bedrohlich ist ein passender Ausdruck.

Dem grossen Komponisten Schubert schenken viele Klassik-Liebhaber gerne Gehör. Ein Schaudern zu Beginn der Symphonie nimmt man gerne in Kauf. Und die fehlenden Sätze des Orchesterwerks versucht gar ein grosser Konzern im fernen China mit künstlicher Intelligenz zu neuem Leben zu führen. Nach solch langer Zeit, gerechnet vom Zeitpunkt der Entstehung, alles neu? Das wäre nicht nur ein Experiment sondern auch eine Revolution. Huawei machts möglich. Es kann so eine Vollendung von Schuberts Werk werden. Ob sie uns nicht nur hören lässt, sondern auch fühlen lässt? Das wäre wünschenswert. Gleichermassen eine Anmassung gegenüber den grossen Komponisten überhaupt. Egal, ob Schubert oder ein anderer Notendichter. Es gibt ja genügend "Unvollendete".

Die Brücke zur Altstadt, dem Historischen Ortskern.

Wir haben alle Einschränkungen beim Brückenbau hingenommen. Immerhin sollte ein Gesamtwerk der innerstädtischen Verbindung entstehen auf das man späterhin stolz sein wollte. Wir harrten der Vollendung der beiden Brückenteile zwischen Kornmarkt und der so genannten "Neustadt". Das i-Tüpfelchen, so wars avisiert, sollte die Beleuchtung werden. Teils verdeckt, teils sogar farbig . Einseitig, so wars versprochen, den Handlauf indirekt mit einer Lichtleiste zu unterlegen. Grün, rot und blau sollte es dann bei Dunkelheit an vorher festgelegten Geländer so richtig abmosphärisch leuchten. Es gab Testläufe, es sah vielversprechend aus, die wechselnden Farben kamen gut an beim Publikum. Touristen äusserten sich lobend. Und dann?

Farbe? Geht nicht!

Was die Bürgerschaft zu Weihnachten spielend schafft - die städtischen Institutionen schaffen es nicht. Lichtleisten erfreuen in der dunklen Jahreszeit, in verschiedensten Weiss-Abstufungen und in farblichen Variationen. Alles ist möglich. Jeder begeht sein eigenes, ganz persönliches Lichterfest. Wer also kann verstehen, dass der Brückenschlag nicht illuminiert werden kann? Weshalb funktioniert das nicht? Es wäre unter Umständen möglich, eine private Initiative zu gründen, die endlich schafft, worauf wir nun fast zwei Jahre lang warten: Licht am Brückengeländer.

"Die Unvollendete" - nicht von Schubert.

Sondern die "Unvollendete" als Brückenbeleuchtung und als tagtäglich eben nur unifarben Grün und ansonsten scheinbar doch installiert aber nicht einschaltbar zur Wechselwirkung Grün/Blau/Rot und gekrönt von einem schlichten Weiss im Handlauf. Zu allem Unglück der Brückenbeleuchtungs-Unfähigkeit gesellt sich dann noch die Frage: Wieviel Geld wurde ausgegeben für Installation der Lichtleisten. Gibt es denn innerstädtisch kein Kontroll-Organ? Diese bescheidene Frage darf man als Bürger der Stadt Bad Kreuznach doch wohl stellen. An wen? - An unsere hochverehrte Frau Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer natürlich. Eine Antwort wäre wünschenswert.

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