Dienstag, 23.10.2018 17:41 Uhr

Treulich geführt...

Verantwortlicher Autor: Juergen Rudolf Dikken-Wenzel Kastellaun, 09.09.2018, 16:43 Uhr
Presse-Ressort von: Juergen Rudolf Dikken-Wenzel Bericht 8300x gelesen

Kastellaun [ENA] "Treulich geführt" ziehet dahin, wo Euch der Segen der Liebe bewahr'! Siegreicher Mut, Minnegewinn eint Euch in Treue zum seligsten Paar. Streiter der Tugend, schreite voran! Zierde der Jugend, schreite voran! Rauschen des Festes seid nun entronnen, Wonne des Herzens sei Euch gewonnen! (Entnommen Richard Wagners Libretto der Oper "Lohengrin". Man kennt das Stakkato. Skandiert gerne kurzzeitig mit. Alles ist anders.

Natürlich ist das kein Hochzeitsmarsch, wenn auch vielfach so bezeichnet. Es ist der Moment, wo Elsa und Lohengrin nach der vollzogenen Trauung in ihr ganz persönliches Schlafgemach geleitet werden. Damit ist das frischvermählte Paar dem Rauschen des Festes wirklich entronnen und sie dürfen sich den Wonnen der Herzen hingeben. Doch zuvor darf eine illustre Hochzeits-Gesellschaft in Erscheinung treten. Im vorliegenden Fall im malerischen Hunsrück-Städtchen Kastellaun. Mit hochglänzenden Karossen (Pkw's), mit elegant gekleideten weiblichen Gästen und deren Begleitern - it's fascinating - und in der Tat darfs auch mal ein kesser Fascinator sein der den Kopf rein rechnerisch über die umstehenden weiteren Gäste erhebt. Das ist der Sache Sinn!

Dem darf der Verfasser hinzufügen... nein, muss er hinzufügen, dass die Herren der Schöpfung durchaus mit eleganten Kopfbedeckungen kontern könnten. Extravagante Herr'liche Hüte bedürfen nicht eines Smoking, eines Cut, eines Stresemann oder was immer zu einem festlichen Anlass getragen werden kann. Die Zeiten haben sich gewandelt, all zu förmlich muss es nicht mehr sein. Dennoch, eine Andeutung von männlicher Extravaganz ist gestattet und erwünscht.

Und dann kommt die Braut...

stilgerecht geführt durch den Brautvater. Es ist der klassisch-schöne Moment, wenn die Braut vom Vater in die Kirche geführt wird, an ihrem zukünftigen Ehemann quasi übergeben wird. Und just in diesem Moment kullern die ersten Tränchen, das Brautgesicht ist angespannt von Freude, Gefühl, Rührung, Stolz und voller Erwartung. Mit dem Papa zur Rechten, vorbei an der erwartungsvollen Gästeschar, die sich längst erhoben hat um auch ja nichts zu versäumen von diesem rührend-schönen Anblick. Diesen schönen Anblick schenkten uns die Braut und ihr Herr Papa in absoluter Vollendung.

Reich mir die Hand, mein Leben...

Es gibt wunderbare Opern-Arien, so auch jene mit dem gerade genannten Wortlaut. Komm auf mein Schloss mit mir, heisst es dann weiterhin. Doch das Schloss kommt später. Strahlend und erwartungsfroh und nun erstmals händchenhaltend nehmen Braut und Bräutigam Platz vor dem Altar. Da wird noch kurz das wunderschöne Kleid gerichtet und dann... Ja, dann... nimmt die Zeremonie ihren Lauf. Was die Beiden wohl zu kichern hatten???

Schaut her, ich bin's...

Ich bezeichnet in diesem Fall die Haupt-Akteurin im zweiten Akt, ein kleines Wesen voll der Fröhlichkeit, der kindlichen Neugier mit einem wunderbaren Lächeln. Schaut her, ich bin's...Nena (Name geändert) und die soeben frisch mit Gottes Segen vermählten sind meine Eltern, Janine und Danilo (Name geändert). Sie wollten gerne mit der Hochzeit warten, bis ich "angekommen" war und gross genug, diese grosse kirchliche Feier auch mit zu begehen. Auf dem Arm meiner Oma liebevoll gehalten, geschaukelt, betreut hat sie mich vielfach in die Runde schauen lassen. Damit ich mir gut merken sollte, wer unser ganz persönliches Fest tagsüber miterleben durfte.

Das grosse Fest auf einer rheinischen Höhenburg...

Wie zu vernehmen war, kam es im Verlauf der Festlichkeiten (nach der Kirchlichen Trauung) zu etlichen Verkehrsstaus infolge einer ausgelassenen Gästeschar die im Autokorso 'königlichen' Vergnügungen entgegen fuhren. Dabei soll es (auch das wurde durch 'eingeweihte' Berichterstatter sogar zu einer Massenkrönung gekommen sein. Schade, der Verfasser hätte sicher gerne vermeldet, wer denn aus der Gästeschar sein Krönchen oder das Diadem, die Tiara, zurecht rücken musste. Doch Zurückhaltung ist geboten, schliesslich war so manches "Schwipserl" sicher mit im Spiel. Egèszsègedre!

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